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29th
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Psychosomatische Erkrankungen: Was tun?

Abgelegt unter Gesundheit/Medizin

Vor 10 Tagen habe ich in folgendem Artikel über Stress im Beruf und psychosomatische Erkrankungen geschrieben. Hauptsächlich ging es um Burnout, Symptome und Auslöser von psychosomatischen Erkrankungen.

Was aber tun, wenn es einen selbst einmal erwischt hat? Und wann weiss ich, dass es meiner Seele/meiner Psychees an etwas fehlt?

Die erste Frage sollte allerdings eher sein: Was sollte man NICHT tun?
Setzen Sie sich auf gar keinen Fall vor den Computer und suchen Sie Rat im Internet bei Google oder in Foren. Das trägt nur dazu bei, dass man aus dem Loch, in das man gefallen ist, erst gar nicht mehr rauszukommen scheint. Man hat Magendarm-Beschwerden, diese dank Google gleich zu Krebs ausarten. Man leidet an Kopfschmerzen: klar, muss nachdem was man gerade im Forum gelesen hat, ein Tumor sein. Die Herzbeschwerden können nach Dr. Internet auch nur noch für eines stehen: der Herzinfarkt steht um die Ecke! STOP!

Denn genau hier fängt der Teufelskreis an. Im Internet findet man natürlich alle möglichen Krankheiten. Und wenn man dann noch psychisch angeschlagen ist, meint man auch diese noch alle auf sich laden zu müssen. Somit bekommt die Psyche die leidet, nur noch einen weiteren unnötigen Knacks. Vertrauen Sie stattdessen auf das Wissen der Ärzte.

Zuerst einmal sollte man medizinisch abklären, ob es nicht doch eine körperliche Ursache für die Symptome gibt. Somit sollte der erste Schritt erst einmal – je nach Symptom(en) – zum Hausarzt, Orthopäden, Neurologen, HNO, Augenarzt oder Kardiologen führen. Wird man dort für „gesund“ erklärt, sollte man sich zuerst einmal freuen und sich so langsam mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass mit der Psyche vielleicht etwas nicht in Ordnung ist.

Nun gibt es zwei Fälle. Den einen hilft bereits das Wissen, dass sie körperlich gesund sind und die Ursache in der Seele, der Psyche liegt. Andere jedoch, fallen zuerst einmal in ein Loch. Man hat schließlich Beschwerden die nicht von der Hand zu weisen sind, jedoch bekommt man von keinem Arzt eine greifbare Krankheit attestiert.

In diesen Fällen braucht man dringend Rückhalt, sei es von der Familie oder Freunden. Diese Hilfe ist allein psychologisch schon sehr wertvoll, doch man kann auch selbst etwas dazu beitragen. Genießen Sie die frische Luft und tanken draußen in der Natur Energie. Falls es möglich ist, treiben Sie Sport. Laufen, Radfahren oder Schwimmen wäre angebracht. So kommen Sie auf andere Gedanken und tun sich selbst, seinem Körper und der Seele gut.

Klingt banal, hilft aber ebenfalls: wenn Sie sich im Spiegel sehen oder sich ein psychosomatisches Symptom bemerkbar macht, schenken Sie sich ein Lächeln. Dieses sendet positive Signale an das Gehirn, welches daraufhin Glückshormone (Serotonin) ausschüttet, die eine beruhigende Wirkung auf Körper, Geist und Seele mit sich bringt. Man muss nämlich wieder lernen, dass einen nicht die negativen Gedanken dominieren, sondern man diese selbst wieder in den Griff bekommen. Und dies geht nur mit positivem Denken, denn alles andere zieht einen nur tiefer runter und man kommt nicht mehr aus dem Teufelskreis heraus.

Wenn das alles nicht hilft, kann es nur noch einen Weg geben – den zu einer psychologischen Hilfe. Sei es der Psychologe, Psychotherapeut, Psychomotoriker oder Psychiater.

Im kommenden Artikel geht es um den Gang zum Psychologen und es gibt die Anleitung zu einer Übung gegen psychosomatischen Schwindel – das häufigste Symptom bei psychosomatischen Erkrankungen.

(Alex)

Leser Kommentare

  1. Chris |

    Aber wie weiß man es vorher ob man etwas in seiner Seele versteckt hat oder nicht, damit man den Gang zum Arzt bewältigen kann…..

  2. Alex |

    Hey Chris

    Wie meinst du das?

    Angenehmes Wochenende, Alex

  3. Chris |

    Du schreibst: Wie weiß man es und was sollte man nicht tun.

    Ich meine dazu: woher soll man Wissen was man machen soll und woher soll ein Betroffener wissen was er hat, dies kann man nur mit dem Gang zum Arzt festellen, allerdings mit welcher Begründung gehe ich den zum Arzt.

    Das ist die Krux die ich meine, da Psychosomatische Erkrankungen nach wie vor einen schlechten Ruf haben, haben es Betroffene nicht leicht, ganz besonders Menschen die nicht wissen wovon Sie betroffen sind.

    Weia ich drücke mich sehr Verwirrend aus, ich weiß allerdings weiß ich nicht wie ich es besser umschreiben könnte.

  4. Alex |

    Hey Chris

    So langsam verstehe ich dich! 😀

    Aber zu deiner Krux-Frage, passt doch folgender Abschnitt im Artikel:
    Zuerst einmal sollte man medizinisch abklären, ob es nicht doch eine körperliche Ursache für die Symptome gibt. Somit sollte der erste Schritt erst einmal – je nach Symptom(en) – zum Hausarzt, Orthopäden, Neurologen, HNO, Augenarzt oder Kardiologen führen. Wird man dort für “gesund” erklärt, sollte man sich zuerst einmal freuen und sich so langsam mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass mit der Psyche vielleicht etwas nicht in Ordnung ist.

    Hast du also Krankheitssymptome, ab zum passenden Arzt. Falls sich jedoch bei den ärztlichen Untersuchungen keine Krankheit diagnostizieren lässt, kommt der nächste Schritt… die Frage: Ist der Körper also gesund, ist es somit die Psyche? Und dann muss man sich auf den Weg machen auch diesen Aspekt abklären zu lassen.

    Hat dies hier jetzt ein wenig weitergeholfen oder stehst immer noch vor einem Berg voll Fragen? 😀

    Angenehmes Wochenende, Alex

  5. Chris |

    Ich habe keine Fragen Alex ich fände nur die Diskussion dazu sehr interessant, die Passage in dem Text habe ich gelesen und auch Verstanden.

    Für mich geht es aber mehr um das Grundlegende, die Betroffenen wissen doch meist nicht woran Sie leiden da viele Symptome sich nicht so ausprägen oder anders abgetan werden. Verstehst du was ich meine.

    Beispiel: Jemand ist andauernd angenervt Arbeit Familie ist durchgehend gereitzt, zwischenddurch hat er dies nicht. ( Ein Arzt würde es entsprechend diagnostizieren ) aber woher weiß unser Jemand das es Krankhaft ist?

  6. Alex |

    Hey Chris

    Ich gehe davon aus, dass man das mindestens in zwei Kategorien gliedern müsste.
    Dein Beispiel klingt für mich nach Stress. Denn dein „jemand“ wird diese Gereiztheit wohl im Urlaub zum Beispiel ablegen können.
    Aber richtige psychosomatische Symptome, sind für mich dann eine Stufe weiter. Wenn man wirklich merkt, dass es einen im Griff hat. Wenn man drunter leidet, wenn auch Ruhephasen nicht mehr weiterhelfen.
    Wie bereits im ersten Artikel dieser Reihe geschrieben, treten dann ja auch meist weitere Symptome aus, neben eben „nur“ gereizt und schlapp zu sein, wie zum Beispiel: Rückenschmerzen, Nackenverspannungen, Schulterschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrgeräusche, chronische Müdigkeit, Magen-Darmbeschwerden, Bluthochdruck, Herz-Rhythmus-Beschwerden, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Depression und Ängste. Dann hat die Psyche einen im Griff und ich denke, dass der, der unter einer psychosomatischen Krankheit leidet, dies auch wahrnimmt.
    Wenn man eben eines der aufgelisteten Symptome hat, damit zum Arzt geht, dieser einen aber als gesund abstempelt, muss man eben auch auf die Seele und Psyche hören.
    Ja, es ist ein komplexes Thema! 🙂

    Angenehmen Sonntag, Alex

  7. Michael Ludwig |

    Hallo ich bin der Michael,das ist ein Teufelskreis man hat Tausend Beschwerden,Herz rasen,Kopfschmerzen,bei mir war es ganz extrem mit dem Schwindel wo ich dachte da ist doch irgend etwas im Kopf und dann steigert man sich dort so rein das die Beschwerden noch schlimmer werden es ist ein Kreislauf wo man alleine nicht mehr raus kommt,man rennt von Arzt zu Arzt,bis man dann wirklich mal beim Neurologen oder Psychater ist vergehen Jahre,aber wenn man dann endlich mal da im Behandlung ist wird es mit der Zeit immer besser mit deinem Symptomen.Und mit der Zeit lernt man mit den ganzen Beschwerden um zugehen.
    Gruß: Michael

  8. Inga |

    Hallo Zusammen,

    Die Beiträge sind ziemlich lange her inzwischen. Bin gespannt ob noch jemand antwortet.
    Alex du schreibst folgendes: “ Im kommenden Artikel geht es um den Gang zum Psychologen und es gibt die Anleitung zu einer Übung gegen psychosomatischen Schwindel – das häufigste Symptom bei psychosomatischen Erkrankungen.“
    Habe nach diesem Artikel gesucht. Erfolglos. Mich würde es sehr interessieren was man gegen psychosomatischenicht Schwindel speziell tun kann.

    Danke
    Inga

  9. Alex |

    Hi Michael und Inga

    Euch beiden erst einmal ein herzliches Willkommen hier auf offenesblog.de und Michael, es tut mir sehr Leid, dass ich erst jetzt deinen unbeantworteten Kommentar hier entdeckt habe. Ist mir wohl irgendwie durch die Lappen gegangen, bis heute.

    Michael, genauso wie von dir beschrieben ist es. Ein Teufelskreis aus Symptomen, ein Reinsteigern bis hin zum richtigen Arzt. Und das kann leider eine zeitlang dauern. Bin froh, dass es – so wie es scheint – auch bei dir langfristig geklappt hat?

    Inga, ich glaube du warst auf der Suche nach folgendem Artikel:
    http://www.offenesblog.de/2011/05/psychosomatische-erkrankungen-der-psychologe-und-die-uebung/
    Bitte gib Bescheid ob dem so ist oder ob ich sonst weiterhelfen kann.

    Alles Gute und für jetzt erst einmal einen angenehmen und schwindelfreien Sonntag!

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