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11th
MAI

Psychosomatische Erkrankungen: Der Psychologe und die Übung

Abgelegt unter Gesundheit/Medizin

Vor drei Wochen habe ich eine Gesundheits-Serie gestartet, die sich dem Thema „Psychosomatische Erkrankungen“ widmet. Angefangen hatte es mit dem Artikel Stress im Beruf und psychosomatische Erkrankungen. Zehn Tage später folgte Psychosomatische Erkrankungen: Was tun? Heute gibt es zum Abschluss die virtuelle Begleitung zum Psychologen, wie auch eine abschließende Übung gegen psychosomatische Erkrankungen, die sogenannte Progressive Muskelentspannung.

Wenn körperliche Gründe ausgeschlossen wurden und man sich im Klaren ist, dass die Ursache für seine Krankheit psychischer Natur ist, hat man bereits einen großen Schritt gemacht. Allerdings zögern in dem Moment viele vor dem nächsten, wichtigen Schritt. Dem Gang zum Psychiater, Psychologen, Psychotherapeuten oder Psychomotoriker.

Einigen mag es unangenehm oder sogar peinlich sein, sich auf die berühmte „Couch“ zu legen. Deshalb sollte man zuerst einmal zu seinem Hausarzt, dem Arzt des Vertrauens gehen. Er kennt seine Patienten am Besten und weiß auch welche Therapiemethode am Besten geeignet sein sollte. Der Hausarzt wird einen somit gut beraten und einem auch genau sagen können, welchen psychischen Halt man benötigt. Für einige ist der Psychiater der richtige Ansprechpartner, andere brauchen eher einen Psychologen oder Psychotherapeuten um Vergangenes zu bewältigen, oder man begibt sich zum Psychomotoriker.

Hier nun zum Abrunden die angesprochene Entspannungs- und Atmungsübung gegen psychosomatische/psychogene Erkrankungen:

– legen Sie sich auf ihr Bett, unter die Decke
– schließen Sie die Augen und atmen ein paar Minuten tief durch die Nase ein, durch den Mund aus
– spüren Sie überall, wo Sie gegen das Bett kommen. Ihr Kopf gegen das Kissen, Ihre Arme, Ihre Füße…
– sobald Sie etwas entspannt sind, drücken Sie Ihre rechte Hand flach gegen das Bett und atmen während dem durch die Nase ein. Kurze Zeit innehalten und dann mit der Ausatmung auch wieder die rechte Hand entspannen
– nun das gleiche mit der linken Hand. Druck auf das Bett ausüben und während dem Einatmen, innehalten, den Druck auf Hand und Arm spüren und wieder entspannen und ausatmen
– nun die Schulter nach vorne zum Körper ziehen, einatmen, innehalten, ausatmen und wieder in die ursprüngliche Lage zurück
– nun die Schulterblätter nach hinten drücken, einatmen währenddessen, innehalten, ausatmen und in die ursprüngliche Lage zurück
– Gleiches mit dem Kopf, nach hinten gegen das Kissen drücken und einatmen, innehalten und wieder entspannen und ausatmen
– einatmen, den Kopf nach links drehen, innehalten, ausatmen und in die ursprüngliche Lage zurück
– einatmen, den Kopf nach rechts drehen, innehalten, ausatmen und in die ursprüngliche Lage zurück
– nun mit dem Kinn auf den Brustkorb nach vorne, einatmen währenddessen, innehalten und wieder entspannen und ausatmen
– die Stirn in Runzeln legen, einatmen währenddessen, innehalten und wieder ausatmen und entspannen
– die Augen zusammenkneifen, einatmen währenddessen, innehalten und wieder ausatmen und entspannen
– die Zunge gegen den Gaumen drücken, einatmen währenddessen, innehalten und wieder ausatmen und entspannen
– den Hintern anspannen, einatmen währenddessen, innehalten und wieder ausatmen und entspannen
– das rechte Bein gegen das Bett drücken, einatmen währenddessen, innehalten und wieder ausatmen und entspannen
– das linke Bein gegen das Bett drücken, einatmen währenddessen, innehalten und wieder ausatmen und entspannen
– die Füße durchstrecken, einatmen währenddessen, innehalten und wieder ausatmen und entspannen
– die Füße zurückziehen, einatmen währenddessen, innehalten und wieder ausatmen und entspannen
– tief durch den Brustkorb einatmen, innehalten und wieder ausatmen und entspannen
– tief einatmen, diesmal durch den Bauch, innehalten und wieder ausatmen und entspannen
– nun alle Körperteile, Gesichtszüge, ALLES entspannen und so weitere zehn Minuten ruhig liegen bleiben
– am Ende die Arme strecken, einmal ordentlich gähnen und langsam wieder die Augen öffnen

Das nun ab jetzt 1-2x die Woche, so wie es einem reinpasst, am Besten abends vor dem Schlafengehen und es sollte wieder merklich aufwärts gehen. Alles in allem wird es rund 20-30 Minuten pro „Sitzung“ nehmen.

Wer mehr über die Progressive Muskelentspannung (auch: progressive Muskelrelaxation (kurz: PMR), progressive Relaxation (kurz: PR) oder Tiefenmuskelentspannung) nach Edmund Jacobson und deren Wirksamkeit (klinische Belege) wissen will, dem hilft Wikipedia gerne weiter.

Über Erfahrungsberichte und Anmerkungen zu dieser oder anderen Übungen würde ich mich sehr freuen.

Und zum Abschluss: So schwer es einem auch ab und an fallen mag, versuchen Sie stets positiv zu denken und zu bleiben!

(Alex)

Leser Kommentare

  1. Anton Hubrecht |

    Ich muss sagen, dass ich wirklich entspannter schlafen kann. Das solche Methoden wirklich funktionieren, habe ich von meinem Psychiater gesagt bekommen. Er sagt, dass heutige Psychologen mehr und vor allem kürzere Methoden suchen, um den Schlaf zu verbessern. Diese Methode nimmt zwar viel Zeit in Anspruch, doch das Resultat ist atemberaubend.

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