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2nd
MAI

Smartphones der Zukunft: Trends bei Akku und Display

Abgelegt unter Technik

[Gastartikel]

Die Weiterentwicklung der Smartphones setzt sich unaufhaltsam fort. Immer wieder werden neue innovative Ideen in die Mobiltelefone integriert. Allerdings wird es dadurch auch immer schwieriger, den Stromverbrauch zu gewährleisten. Deshalb arbeiten Forscher weltweit an alternativen, kostengünstigen und vor allem einfach herzustellenden Methoden zur Energiegewinnung. Erste Ansätze befinden sich auf einem guten Weg.

Aber auch im Bereich der Displays wollen die Hersteller neue Maßstäbe setzen. So gibt es viele Ideen, die nur darauf warten umgesetzt zu werden. In diesem Bereich führt der Weg vom faltbaren Display bis hin zum komplett transparenten Smartphone.

Strom auf Knopfdruck mit Hilfe von Viren
Was zunächst nur schwer vorstellbar klingt, ist Wissenschaftlern der nordkalifornischen Universität in Berkeley gelungen. Sie konstruierten einen briefmarkengroßen Stromgenerator, welcher aus Viren besteht. Das Gerät wandelt die Kraft eines Fingerdrucks in elektrische Energie um. In Schichten angeordnete Viren verändern durch den Druck ihre Position. Gleichzeitig wird dadurch auch die elektrische Ladung innerhalb der einzelnen Generatorschichten verändert und somit Strom erzeugt.

Mit einem Zeigefingergroßen Generator ließe sich immerhin ein kleineres LCD-Display bedienen. Werden nun mehrere kleine Generatoren in Reihe geschaltet, so wird mehr Elektrizität, zum Beispiel für ein Smartphone, erzeugt. Vorteilhaft an dieser Technik sind die unkomplizierte Herstellung und insbesondere die Umweltfreundlichkeit.

Strom aus der Schuhsohle?
Auch die Universität in Wisconsin setzt sich mit einer neuen Methode zur Stromgewinnung auseinander. Die Forscher setzen dabei auf die Umwandlung mechanischer Energie in elektrische. Als „reverse electrowetting“ wird das Verfahren bezeichnet, bei dem aus den Bewegungen des Menschen Elektrizität gewonnen wird. Auch hierbei spielt Druck sowie Vibration eine große Rolle. Diese Technologie könnte beispielsweise in Schuhsohlen zum Einsatz kommen. Laut Berechnungen der Wissenschaftler soll es somit möglich sein, mittels Bewegung ausreichend Strom für ein Smartphone zu generieren. Via Kabel kann die erzeugte Elektrizität letztendlich an einen Akku oder direkt zum Smartphone gelangen. Einer der ersten Hersteller für diese Methodik heißt SolePower.

Knick im Display
Ausgewählte Personen durften bereits einen kurzen Blick in ein neues Zeitalter der Smartphone-Displays werfen. Diese hatten nämlich die Gelegenheit den ersten Prototyp eines faltbaren Displays zu bestaunen. Dank der sogenannten OLED-Technologie ist es dem Smartphone-Giganten Samsung gelungen ein extrem dünnes und deshalb auch verformbares Display zu entwickeln. Die hohe Elastizität des Touch-Screens kann sich bisher sehen lassen, ist aber längst noch nicht vollends ausgereift. Allerdings ist dies ein erstes Signal an den Smartphone-Markt im Bereich der falt- und sogar rollbaren Displays. Auch der Elektronikhersteller Apple steht kurz vor der Patentierung eines faltbaren Bildschirms. Somit wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis erste vollkommen ausgereifte, faltbare Displays den Markt für sich einnehmen.

In Zukunft Hologramme?
Verschiedene futuristische Filme schilderten bereits ein derartiges Szenario – die Kommunikation mit einem Hologramm. Das Display der Zukunft würde demnach eine 3D-Projektion des jeweiligen Gesprächspartners empor steigen lassen. Der Elektronikhersteller Hewlett Packard nahm sich diesbezüglich einem Versuch an. Dessen 3D-Display schafft es, Bilder ähnlich wir Hologramme zu erzeugen. Die Bilder verändern sich je nachdem wie sie betrachtet werden. In insgesamt 64 unterschiedliche Richtungen werden dabei Bilder gesendet. Stellt das Display beispielsweise einen Globus dar, muss der Nutzer im Kreis laufen um die komplette Erde betrachten zu können. Es wird allerdings noch einige Jahre dauern, bis eine derartige Technologie marktreif ist.

Display unsichtbar
Ende des Jahres 2013 erhielt die Patentbehörde der USA einen Antrag auf die Patentierung eines transparenten Displays. Der Antragsteller war Samsung und schilderte der Behörde, wie die Eingabe via Touch-Screen von der Vorder- sowie der Rückseite, jedoch auch unabhängig voneinander oder auch gleichzeitig, funktionieren würde. Zwar hatte Sony bereits im Jahr 2010 ein transparentes Display veröffentlicht (Modell Sony Xperia Pureness), welches damals aber über eine Hardware-Tastatur bedient werden musste. Eine vollends ausgereifte transparente Displaytechnologie ist demnach nur noch eine Frage der Zeit und sollte in den nächsten Jahren die Welt der Smartphone-Displays revolutionieren.

Fazit
Welche dieser innovativen Ideen letztendlich in den Smartphones der kommenden Generationen tatsächlich Anwendung finden wird, lässt sich nur schwer sagen. Sicher ist jedoch, dass der Trend Richtung erneuerbarer Energien geht und die Energiegewinnung immer ökologischere Züge annimmt. Nicht ausgeschlossen, dass Smartphones oder andere mobile Gadgets zukünftig eine dieser innovativen Energiequellen anzapfen. Ebenso wenig lässt sich vorhersagen, welche technischen Neuerungen in den kommenden Jahren auf die Smartphone-Gemeinde warten. Nahezu sicher ist wohl die Einführung des roll- und faltbaren sowie eines transparenten Displays. Alle anderen Neuerungen sind zunächst nur spekulativ.

(Jan)

Leser Kommentare

  1. Carsten |

    Erneuerbare Energien: JA!
    Faltbare Displays: Nein! – Ich sehe da keinen wirklichen Nutzen und keine Vorteile.
    Ein Hologramm mag ja schoen und gut sein, aber will man immer eine Figur auf seinem Handgelenk stehen haben und alle koennen zugucken? Ich denke das wird eher was fuer den Hausgebrauch und die Pornoindustrie sein.
    Und ob transparente Displays die Smartphone-Welt „revolutionieren“ bezweifel ich stark. Auch hier fehlt mir jedweder Nutzen.

    Ich wuerde mir wunschen, die Firmen wuerden ihre Arbeitskraft und Energie in bessere Akkutechnologie und umweltfreundlichere Herstellungsprozesse stecken anstelle ihre Zeit mit – meiner Meinung nach – sinnlosen Dingen zu verplempern.

  2. Herr Hugo |

    „Immer wieder werden neue innovative Ideen in die Mobiltelefone integriert“

    bzw. die Phones mit unnützen Sachen (die die meisten User eh nie nutzen) zugemüllt.

  3. Alex |

    Hi Carsten und Herr Hugo

    – Carsten, das könnte ich wohl alles so unterschieden. Erneuerbare Energie kann nie schaden und faltbare Displays braucht man wohl nicht wirklich. Hologramm ist genial, aber wohl eher nicht für’s Handy. Und zum transparenten Display… lassen wir uns mal überraschen.
    Was die Akkus angeht, das wissen die Firmen und arbeiten mit Hochdruck dran.
    In diesem Sinne… alles wird gut! 🙂

    – Herr Hugo, so kann man es natürlich auch sehen! 😀

    Euch beiden einen angenehmen Wochenstart!

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