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5th
MAI

Was ist eigentlich mit dem Fußball-Libero passiert?

Abgelegt unter Um/Fragen

Momentan stehen alle Zeichen auf Fußball! Die 1. und 2. Bundesliga spielen am kommenden Wochenende den letzten Spieltag aus. In einem guten Monat beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Passend dazu gibt es seit Ende März das Sammelheft von Panini. Und jetzt bekam ich bei der Spiele-App Quizduell die Frage gestellt, welcher deutsche Spieler als „Weltfußballer“ ausgezeichnet wurde. Die Antwort war mir bekannt: Lothar Matthäus.

Und genau in diesem Moment schoss mir die Frage des heutigen Artikels durch den Kopf: Was ist eigentlich mit dem Fußball-Libero passiert?

Bei Wikipedia findet man zur Erklärung des Liberos folgendes:

Im Fußball war der Libero ein Verteidigungsspieler ohne direkten Gegenspieler. Er spielte zur Absicherung hinter einem Vorstopper (im 4-3-3- oder 3-4-3-System der 1970er) bzw. zwei zentralen Manndeckern (im 3-5-2 oder 5-3-2 der 1990er Jahre) sowie zwei Außenverteidigern. Aufgrund des fehlenden direkten Gegenspielers konnte er sich auch in das Angriffsspiel einschalten. Besonders mit dem Begriff des Liberos verknüpft ist Franz Beckenbauer, der die Position durch seine offensive Spielweise neu interpretierte. Historisch gesehen hat sich die Position aus der des Mittelläufers entwickelt. Gut sichtbar wird dies durch die Rückennummern: Traditionell trug ein Libero bis in die 1990er Jahre hinein die Nr. 5, welche in der Nummerierung der Spieler des WM-Systems dem Mittelläufer zugeordnet war. Als Erfinder des Liberos gilt Willi Multhaup, der Helmut Jagielski in der Saison 1964/65 auf dieser Position spielen ließ und mit diesem System die erste Meisterschaft für Werder Bremen gewann.

Franz Beckenbauer war als Fußballspieler weltbekannt – und spielte die Position des Liberos. Der oben bereits erwähnte Lothar Matthäus wurde gar Weltfußballer – als zentraler Mittelfeldstratege und Libero. Und auch der Erfinder Willi Multhaup gewann mit dieser Ausrichtung den ersten Meistertitel für den SV Werder Bremen. Sogar 2004 sorgte die Wiederaufstehung des Liberos noch einmal für Furore. Wurde Otto Rehhagel anfangs noch als Trainer der Nationalmannschaft von Griechenland dafür belächelt, dass er diese uralte Variante der 70/80er noch einmal in der heutigen Zeit auspackt, so sprang am Ende der Europameistertitel für ihn und sein griechisches Team raus.

Man kann sich daher die Frage stellen, wieso die Position des Liberos im Fußballspiel verschwunden ist? Heutzutage ist es meist so, dass man mit einer Viererkette spielt und davor mit einem Defensiven Mittelfeldspieler noch eine Art Abräumer hat. Des weiteren sind die Torhüter heute mehr Mitspieler als es je zuvor der Fall war. Doch wenn man sich die Geschichte des Liberos im Fußball so anschaut, so war es doch eine erfolgreiche.

Wenn die Position des Liberos nach Jahrzehnten auf einmal so verschwindet, können uns dann auch in Zukunft altbekannte Spielertypen abhanden kommen?

Ich mochte den Libero. Ein Haudegen, der wenn es eng wurde, noch einmal dazwischen grätschte. Aber auch ein Spieler mit Weitsicht, der dennoch auch nach vorne das Spiel lesen konnte und die Spieleröffnung machte. Ein Libero halt. Wo ist er hin, mein Libero?

(Alex)

Leser Kommentare

  1. Herr Hugo |

    „Wo ist er hin, mein Libero?“

    Der Loddar? Der hat keine Zeit nicht mehr – er muß ja dauernd Eier braten und dann seine junge(n) Freundin(nen) unter den Ro** fassen.

    Da braucht er beide Hände und könnte den Ball garnicht annehmen. 😆

  2. Alex |

    Hallo Herr Hugo

    Nee, nee und nochmal nee. DAS ist nicht mein Libero. Ich meine nur den guten, alten Libero im Allgemeinen. Wo der Loddar ist, das weiß man doch – NICHT in der Bundesliga als Traienr aktiv! 😀

    Angenehmen Sonntag.

  3. Herr Hugo |

    Sonntag? Brauchst du einen Kalender? ❓

  4. Alex |

    Wohl wahr. Dienstag wäre um einiges passender! 😀
    Ein Lapsus am frühen Morgen! 😉

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