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Ahnenforschung: Woher stammt mein Nachname und was bedeutet er?

Abgelegt unter Um/Fragen

Im Laufe des Lebens fragt sich sicherlich jeder einmal: Wo komme ich her? Woher stammt mein Name? Was bedeutet er?

Der Mensch ist von Natur aus neugierig – die einen mehr, die anderen weniger. Doch die Frage woher man stammt ist sicherlich genauso interessant wie die nach dem Sinn des Lebens.

Einige von uns können bei dieser Frage auf einen Stammbaum der Familie zurückgreifen. Andere versuchen Ihr Glück in den Weiten des Internets. Wieder andere lassen Datenbanken durchsuchen. Es gibt somit zig Möglichkeiten, auf ein paar wenige werde ich in diesem Artikel hier eingehen.

Verbreitungskarte
Auf verwandt.de kann man sich eine absolute oder relative Verteilung des eigenen Namens auf einer Deutschlandkarte anzeigen lassen. Hier als Beispiel meine sogenannte Verbreitungskarte:

verwandt.de Verteilung Deutschlandkarte

Am häufigsten zu finden ist mein Nachname im Landkreis Bergstraße. Gefolgt vom Lahn-Dill-Kreis, Ludwigshafen, Rhön-Grabfeld und dem Rhein-Nackar-Kreis. In der Auflistung zu finden ist ebenfalls Worms. Und aus dieser Ecke stammte damals mein Großvater. Verwandt.de hat in meinen Augen somit ganze Arbeit geleistet. Denn das Dreiländereck aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg wird somit zumindest im letzten Jahrhundert „meine“ Ecke sein.

Ebenfalls interessant ist die Auflistung der Namen, die am meisten in Kombination mit dem Nachnamen gefunden wurden.

Wolfgang kommt in Deutschland am häufigsten vor. Peter sowie Willi sind die nächsten oft gefundenen Vornamen, gefolgt von Jürgen, Günter, Alexander, Helmut, Manfred, Klaus sowie Oliver.

Weltkarte und Stammbaum
Auf geneanet.org hat man die Möglichkeit sich die Verteilung auf einer Weltkarte anzuschauen. Hier kann man auch die Ausbreitung über die vergangenen 500 Jahre anschauen, wobei es sichtbar wird, dass mein Nachname zwischen 1800-1900 von Europa nach Nordamerika ausgewandert ist. So liegt die Verteilung bei Europa 68.35% / Nordamerika 31.33%.

Über der Weltkarte kann man folgendes lesen: „Verfeinern Sie Ihre Suche indem Sie auf ein Land klicken und indem Sie mit dem Curser über die Zeitabschnitte gleiten„. So hat man die Möglichkeit auch noch eine Europa-, Deutschland- oder sonstige Landeskarte anzeigen zu lassen. Die angezeigten Karten besagen, dass sich mein Name um 1500-1600 aus Bayern heraus verbreitet hat. Anschließend ging es vor allem nach Luxemburg, in den Süden Belgiens und den Osten Frankreichs weiter. Weitere sehr interessante Statistiken und Aufschlüsselungen gibt es ebenfalls.

Des weiteren kann man auf geneanet.org auch einen Stammbaum anlegen oder importieren.

Was bedeutet mein Name?
Wer auf der Suche nach der Bedeutung des eigenen Namens ist, könnte auf was-bedeutet-mein-name.com fündig werden. Für meinen eigenen Familiennamen findet die Seite jedoch leider nichts.

Dachte ich bislang stets, dass mein Name aus dem Niederländischen (koop = kaufen) stammt, so weiß ich nun, dass der Name erstmalig – welches ich geneanet.org zu verdanken habe – um 1500 in Bayern aufgetaucht ist. Soweit in der Zeit geht jedenfalls die Suche auf geneanet.org zurück.

Die Ahnenforschung ist ein interessantes Gebiet und man kann sich auf eine spannende Suche begeben. Habt auch Ihr Euch schon einmal auf die Suche nach Eurer Herkunft und der Bedeutung Eures Namens gemacht?

(Alex)

Leser Kommentare

  1. Herr Hugo |

    Bei „Herr Hugo“ ist Vorname = Nachname und…

    „Der Name ist germanischen Ursprungs auf Grundlage des altgermanischen männlichen Personennamen *hug-, abgeleitet von dem germanischen starken Maskulinum *xuʒiz, xuʒuz = hugi-z für Verstand, denkender Geist.“

    So sagt es Wikipedia, so wird es sein.

    Der denkende Geist grüßt euch! 😛

  2. Alex |

    Hi Herr Hugo

    Wunderbar, dann ist das ja mal geklärt.

    Danke dir, du denkender Geist.

  3. Sabienes |

    Ha! Wie lustig! Am besten sind ja die Nebenherinformationen: Der häufigste Vorname (welcher aus dem Bayerischen Wald stammt, aber das war mir bekannt) lautet „Veit“!
    Früher ist man in der Schule verprügelt worden, wenn man Veit geheißen hat.
    LG
    Sabienes

  4. Herr Hugo |

    @Sabienes: Waaas? Du hast früher Veit geheißen? Das gibt mir zu denken… 😆

  5. Alex |

    Hi Sabienes und Herr Hugo

    Sabienes, du bist Herrn Hugo noch eine Antwort schuldig! 😀

  6. Herr Hugo |

    Für Veit muß sich ja keiner schämen, so haben noch ganz andere & berühmte Leute geheißen:

    „Veit Stoß war ein Bildhauer und -schnitzer der Spätgotik. Er war vor allem in Krakau und Nürnberg tätig.“

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