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APR

Langzeit-EKG – Tipps zur Vorbereitung, Ablauf und Auswertung

Abgelegt unter Gesundheit/Medizin

Heute wird es wieder einmal medizinisch und der kommende Erfahrungsbericht führt uns zum Kardiologen.
Das Langzeit-EKG, abgekürzt LZ-EKG, steht auf dem Programm. Bei dieser Untersuchung geht es um die Aufzeichnung des Elektrokardiogramms über einen längeren Zeitraum von meist 24 Stunden.

Das Langzeit-EKG wird eingesetzt, um das Ausmaß von Herzrhythmusstörungen zu bewerten und auch seltene Rhythmusstörungen aufspüren zu können. Des weiteren können auch Durchblutungsstörungen des Herzens mit dieser Untersuchung aufgedeckt werden.

Hat jemand von Euch schon einmal ein Langzeit-EKG machen lassen?
Ich für meinen Teil hatte eine solche Untersuchung bereits und will daher mein Wissen an die Menschen weitergeben, denen es eventuell noch bevorsteht und nach Informationen und Tipps suchen.

Wann empfiehlt sich ein Langzeit-EKG:
Ein Langzeit-EKG über 24 Stunden wird hauptsächlich eingesetzt um Herzrhythmusstörungen des Patienten zu erkennen wie auch zu quantifizieren. Symptome die von Rhythmusstörungen kommen können sind folgende: Herzstolpern, Herzrasen, Ohnmachtsanfälle oder Schwindelattacken, wie auch vorübergehende Lähmungserscheinungen, auch TIA genannt. Wenn die genannten Symptome sich allerdings nicht täglich bemerkbar machen, wird auch das 24-Stunden-EKG oft ohne Befund sein.

Zur Vorbereitung:
Für die Langzeit-EKG Untersuchung muss man sich nicht, wie zum Beispiel bei einer Koloskopie oder Gastroskopie, großartig vorbereiten. Den einzigen Tipp den ich mit auf den Weg geben kann, betrifft alle Männer mit Brustbehaarung. Da die Elektroden für das EKG auf den Oberkörper aufgeklebt werden, lohnt sich schon vorher eine Rasur des Brustbereiches.

Der Tag und Ablauf des Langzeit-EKG:
Frühmorgens wird man bei seinem Kardiologen vorstellig und alle Vorbereitungen zum Langzeit-EKG werden von einem Assistenten veranlasst. Zwei bis sechs Elektroden werden auf dem Brustkorb aufgeklebt und die EKG-Kabel führen in einen Kassetten- oder Festspeicherrecorder. Dieser wird einen anschließend während den kommenden 24 Stunden am Gürtel oder um den Hals tragend bis runter zur Hüfte hängend, begleiten.
Als kleinen Tipp gebe ich Euch noch mit auf den Weg, dass Sie am besten vor dem Termin für das Langzeit-EKG noch einmal eine Dusche genießen, da diese für die kommenden 24 Stunden Tabu sein wird. Des weiteren soll man auch größere Anstrengungen wie Sport vermeiden.
Am Ende des Langzeit-EKGs werden alle Daten computergestützt ausgewertet.

Die Auswertung des Langzeit-EKG:
Bei mir war es so, dass der Datenrecorder der Firma Schiller anschließend per USB-Kabel an den Computer angeschlossen wurde und die Daten übertragen wurden. Eine Software wird diese rund hunderttausend Herzaktionen analysieren und automatisch nach Herzrhythmusstörungen (wie zum Beispiel extrasystolische Herzschläge) untersuchen. Der Bericht geht anschließend an den behandelnden Kardiologen, der diesen auswertet und mit dem Patienten bei dem nächsten Termin besprechen wird.

Zum Abschluss noch zwei wichtige Fragen zum Langzeit-EKG:
Kann ich während eines Langzeit-EKGs auf dem Bauch schlafen? Ja, können Sie ohne weiteres.
Darf ich während der Untersuchungszeit mein Handy benutzen? Das Mobiltelefon kann benutzt werden. Es wird dadurch zu keinerlei Konflikten kommen.

Vermeiden Sie bloß größere Anstrengungen. Eine Dusche ist während dieser 24 Stunden verboten. Und als abschließenden Tipp: Tragen Sie an dem Tag der Untersuchung am besten einen weiten Pullover, unter dem man den EKG-Recorder wie auch die ganzen Kabel bestmöglich verstecken kann.

Zusätzlich zum 24-Stunden-Langzeit-EKG wird auch je nach Bedarf vom Kardiologen eine 24-Stunden-Blutdruckmessung veranlasst. Falls dies der Fall ist, so wird eine Blutdruckmanschette am Arm fixiert und in regelmäßigen Abständen wird über die kommenden 24 Stunden immer wieder der Blutdruck gemessen. Dies gilt auch für die Nacht, wodurch meist leider der Schlaf in Mitleidenschaft gezogen wird. Es ist jedoch zu empfehlen diese Untersuchungen nicht getrennt, sondern gemeinsam durchzuführen. Hat man es somit mit einem Mal vom Tisch und muss sich nicht an zwei verschiedenen Tagen damit rumplagen, wie auch jeweils zweimal zum abschließenden Gespräch zum Kardiologen.

Wie man lesen kann, gibt es einiges zu beachten was Vorbereitung auf die Untersuchung und diese selbst angeht.
Falls jemand von Euch noch weitere Informationen oder Tipps erhalten will, oder auch selbst von seiner Erfahrung erzählen möchte, würde ich mich sehr über Eure Kommentare freuen.

(Alex)

Leser Kommentare

  1. jasmin |

    ne vom hausarzt . habe nur kreislaufprobleme .

  2. Alex |

    Hallo jasmin

    Na dann hat dein Hausarzt dich doch wohl zu einem Kardiologen überschrieben?
    Entweder stellst du deinem Hausarzt die Fragen, der dir ebenfalls deine Fragen beantworten kannst.
    Oder du wartest eben auf den Kardiologen, der dir eh davor noch einmal alles genau erklären wird.
    So oder so ist es nichts schlimmes, tut nicht weh und es wird ja wohl nur für 24 Stunden sein?
    Da brauchst du dir keinen Kopf machen.
    Es geht wohl schlicht darum rauszufinden, ob die Kreislaufprobleme vom Herz kommen oder ob man dies ausschließen kann.
    Alles Gute!

  3. jasmin |

    ne hausarzt hat es angeordent war bei keinem kardiologen . was wenn nichts am herzen ist ?? irgendwo her müssen die kreislaufprobleme ja her kommen

  4. Alex |

    Ja, schon richtig. Der Hausarzt hat es angeordnet. Jedoch wird das EKG doch wohl von einem Kardiologen ausgeführt?
    Kreislaufprobleme kann viele Gründe haben. Da es gut ist, schon mal das Herz auszuschließen, wird dein Hausarzt diesen Weg gewählt haben.
    Erst einmal das EKG abwarten, dann sieht man weiter. Kann ja auch bloß Stress oder sonst banale Gründe haben.
    Aber zuerst einmal muss man die wichtigen, potentiellen Gründe ausschließen. Daher das Langzeit-EKG.
    Und falls dazu noch Fragen sein sollten, fragen Sie doch einfach noch einmal bei Ihrem Arzt des Vertrauens nach.
    Er hat es schließlich angeordnet und er ist der Arzt, dem Sie vertrauen sollten.

  5. jasmin |

    ne hasuarzt macht es. und legt mir es an . okay . was gibt es dann noch für möglichkeiten wenn bei ekg nichts raus kommt ??? habr ja auch bauch schmerzen und fühle mich schlapp .

  6. Alex |

    Hi jasmin
    Na das macht es ja dann noch einfacher, wenn dein Hausarzt für das Langzeit-EKG zuständig ist.
    Beim nächsten Termin dann einfach mal alle Fragen stellen.
    Und welche Möglichkeiten es noch gibt? Das findet dein Hausarzt schon raus.
    Bauchschmerzen können viele Ursachen haben, auch psychische – denn nicht umsonst sagt man „es schlägt mir auf den Magen“. Und wenn man sich zu viele Gedanken macht, kann das ebenfalls „schlapp“ machen.
    Ich las mal einen Bericht, dass rund 40% der Patienten, die beim Hausarzt sitzen, ihre Beschwerden aus psychischen Gründen haben. Und auch dafür gibt es einen Spruch: Man soll sich keinen Kopf machen!
    Drücke dir die Daumen und wünsche alles Gute.
    Kannst ja mal auf dieser Seite unter Suche nach: progressive Muskelentspannung suchen. Vielleicht hilft es!

  7. jasmin |

    okay hatte aber ne helicopter der nicht behandelt würde weil ich tabletten nicht genommen habd . hoffe es wird was gefunden .ne mach mir nicht zu viel gedanken hattd ne eisenmangel und habe ne schilddrüsenunterfunktion von ich tabletten nehmen muss . kann des da ran liegen ???? hatte ne reha da habe ich es gelernt . hilft nicht . ist wahrscheinlich der helicopter der probleme macht .

  8. Alex |

    Ich denke, dass du den Helicobacter pylori meinst und keinen Helicopter? ;)
    Alles Gute!

  9. jasmin |

    ja genau den meine ich . sie kenne sich aber aus .

  10. Manuela Straus |

    Hallo Jasmin, deine Symptome können auf vieles hinweisen.
    Als es mir so ähnlich ging, waren es Bakterien im Magen, die mit einer Woche Antibiotika erledigt waren.

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