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24th
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Der Unterschied zwischen Frau und Mann beim Friseur

Abgelegt unter Kurioses

Ende 2011 beschrieb ich einmal den feinen Unterschied zwischen Mann und Frau beim Einkauf. Da dies schon einige Zeit zurückliegt, wollte ich mal wieder diese Rubrik bedienen und dieses Mal wird der Unterschied zwischen Frau und Mann beim Friseur (ja, laut Wikipedia Friseur – wobei auch Frisör toleriert wird) unter die Lupe genommen.

Ist der Friseur-Aufenthalt beim Mann meist klar strukturiert mit “rein, schneiden, raus”… so läuft das bei den Frauen doch ein wenig anders ab. Aber ich will Euch das nun an zwei kurzen Beispielen erläutern.

Die Frau beim Friseur
Es fängt ja im Grunde genommen bereits bei der telefonischen Terminanfrage an. Jedoch will ich diesen Aspekt erst einmal außen vor lassen und mich auf den eigentlichen Friseurtermin konzentrieren.
Die Frau kommt rein – 15 Minuten vor dem Termin – grüßt in die Runde und schaut sich erst einmal um ob das ein oder andere Gesicht bekannt ist. Ah, Frau Müller ist heute anwesend. Sie winkt der Frau von weitem zu und ruft „Hallo Jutta, du auch hier?“ und denkt „Eine grässliche Frisur. Aber nun gut, nichts neues.“ Die Frau zieht ihren Mantel aus und hängt ihn an die Garderobe, ehe sie sich vorne auf einen der vier Stühle niederlässt. Keine Minute später steht sie wieder auf und wälzt die Zeitschriften durch, nimmt sich ein Klatsch-und-Tratsch Blättchen und setzt sich wieder. Nachdem sie die ersten vier Seiten durch hat, schaut sie ungeduldig rum und hofft, dass doch endlich einer der Friseure frei wird um sich um ihren Haarschnitt zu kümmern. Sie überfliegt weiterhin ihre Zeitschrift, ist gedanklich aber bereits bei ihrem anschließenden Supermarkt-Einkauf und beim morgigen Yoga. Die Zeit vergeht, die zweite und auch dritte Zeitschrift findet den Weg in ihre Hände, bis sie dann knapp 20 Minuten nach ihrem Erscheinen endlich dran ist. Sie setzt sich hin und nimmt das Angebot des Kaffees gerne an. Die letzte Zeitschrift, wo sie gerade in einem Artikel über die Problemzonen bei der Frau vertieft war, würde sie jedoch zu gerne noch zu Ende lesen und fragt somit den Friseur, ob dies genehm wäre. Was bleibt dem armen Mann übrig außer ein „Selbstverständlich“ über die Lippen zu bringen und sich seinen Teil dabei zu denken. „Wie wollen wir denn die Haare heute haben?“ fragt er ganz unaufgeregt. Sie rutscht auf ihrem Stuhl hin und her und weiß nicht so recht. Die Gedanken kreisen… „So wie immer? Oder vielleicht doch mal etwas mehr rot? Mit Strähnchen? Oder diesmal dann doch nur die Spitzen?“ Sie fragt am Ende dann doch den Friseur, da sie ganz dankbar ist, wenn man ihr die Entscheidung abnehmen kann. Und falls Sie anschließend unzufrieden ist mit dem Resultat, kann sie wenigstens vor ihren Freundinnen den Friseur als Sündenbock benutzen. So beginnt dann nun endlich das Waschen, Schneiden, Legen und Föhnen. Anfangs noch mit der hindernden Zeitschrift, bald darauf darf der Friseur aber dann ganz normal seiner Tätigkeit nachgehen. Zwischenzeitlich wird immer wieder ein Schwätzchen mit dem Friseur gehalten, mit dem Nachbarn der sich gerade rechts neben sie gesetzt hat oder auch mit der Bekannten auf der linken Seite. Am Ende sind dann alle erleichtert. Die Frau, bei der nun endlich wieder die Frisur sitzt und die grauen Strähnchen weggefärbt worden sind. Der Friseur, der seine Arbeit nun verrichtet hat und auch der Nachbar zur Rechten, für den es nun endlich ruhiger werden sollte. Die Frau bedankt sich artig, steht auf und es wird ihr in den Mantel geholfen. Bei der Kasse angekommen, hält sie noch einen kurzen Plausch mit der Besitzerin, ehe sie dann in ihrem Portemonnaie nach den Scheinchen und den passenden Münzen kramt. Endlich alle Groschen auf dem Tisch, dreht sich die Frau noch einmal um und ruft ein „Aufwiedersehn“ in den Salon, den sie anschließend durch die Tür verlässt.
Zeit im Friseursalon: 2St 24min + 20min Wartezeit.

Coiffeur photo von postaletrice
(Copyright: postaletrice)

Der Mann beim Friseur
Der Mann kommt im Friseursalon an. Zwar etwas gehetzt aber es gab zeitlich eine Punktlandung. Er wird gleich rüber auf einen Stuhl gebeten und nach kurzem Briefing kann es losgehen. Der Friseur-Umhang wird um den Hals rum angebracht und die Haarschneidemaschine beginnt Ihren Dienst. Nach den ersten zwei Fragen der Friseurin an den Mann, nimmt sie zur Kenntnis, dass er nicht zum Plaudern hergekommen ist und so beschränkt sie sich auf ihre Arbeit. Oben werden die Haare anschließend mit der Schere etwas gestutzt und anschließend noch mit einer Effilierschere ausgedünnt. Zum Abrunden der Frisur kommt noch die Konturenmaschine dran. Bei der Frage nach Gel winkt der Mann ab und betrachtet sich anschließend im Spiegel. „Alles wunderbar, Danke!“ entgegnet er der Frau und wird vom Friseur-Umhang befreit. Er klopft seine Schultern und Schuhe ab und geht rüber zur Kasse. Er zuckt die Bankomat-Karte, gibt seinen PIN ein und verschwindet nach Bezahlen genauso plötzlich wie er auch erschienen ist.
Zeit im Friseursalon: 16min 48s.

Meine Frage an Euch… kenne nur ich dieses Phänomen oder kommt es auch Euch bekannt vor?
Meinungen von Frauen wie Männern sind gerne gelesen – Danke.

(Alex)

Leser Kommentare

  1. Andersreisender |

    Ich bin auch gerade bei 9mm – lang genug um unter dem Motorradhelm auf meiner Ammergauer Alpen-Tour trotzdem ordentlich zu schwitzen. ;-)

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